Praxis Dr. med. Markus Mauderli
Facharzt FMH für HNO-Krankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie, Baslerstrasse 72, 4600 Olten, T: 062 5593931, E-Mail:

Operation am Nasenseptum (Nasenscheidewand)



Die Nasenscheidewand (Nasenseptum) unterteilt die Nase in die beiden Nasenhöhlen. Sie setzt sich aus Knorpel und Knochen zusammen und ist bei fast allen Menschen in unterschiedlichem Ausmass verkrümmt. Eine stärkere Verkrümmung kann zu einer Behinderung der Nasenatmung, zu chronischen Nasen-, Nasennebenhöhlenentzündungen (Kiefer-, Stirnhöhlen, Siebbeinzellen) und auch Hals- und Ohrbeschwerden führen. In diesen Fällen kann mit einer Nasenseptumoperation eine Verbesserung der Nasenatmung und ein Rückgang der entzündlichen Veränderungen erreicht werden.
Operationen am Nasenseptum erfolgen durch die Nasenöffnung, ein von Aussen sichtbarer Hautschnitt ist nicht notwendig. Die Operation wird in den meisten Fällen in Narkose durchgeführt. Um das Risiko einer Blutung zu verkleinern wird nach der Operation häufig eine sogenannte Nasentamponade (eine Art Verband in die Nase) eingelegt. Diese wird nach einem oder zwei Tagen entfernt. Nachher sind Kontrollen in wöchentlichen Abständen notwendig. Zur Schleimhautpflege sollte während den ersten postoperativen Wochen mehrmals täglich Nasenspülungen durchgeführt und Nasensalbe verwendet werden. Eine normale Nasen- und Schleimhautfunktion wird frühstens nach 3 - 6 Wochen erreicht. Bei Rauchern und auch bei schlechter Schleimhautpflege ist der Heilungsverlauf deutlich langsamer.
Eine erste ambulante Nachkontrolle findet ca. 7 Tage nach der Operation statt. Bei dieser Kontrolle werden die, zur Stützung der Nasenscheidewand angebrachten Kunststoffplättchen entfernt. Weitere Kontrollen sind, je nach Heilungsverlauf, während 1-2 Monaten in wöchentlichen Abständen notwendig.


Dauer des Spitalaufenthaltes


Spitalentlassung am 2. bis 3. Tag nach der Operation.


Arbeitsunfähigkeit


Arbeitsunfähigkeit während 2 - 3 Wochen nach Spitalaustritt.


Risiken


Am Tag nach der Operation kann Fieber auftreten. In den ersten 24 Stunden und nach Entfernung der Nasentamponade besteht das Risiko einer Blutung. In den ersten beiden Tagen nach der Operation bis zur Entfernung der Nasentamponade ist die Nasenatmung erschwert. Durch den Rückstau von Sekret in den Nasennebenhöhlen (Kiefer- Stirnhöhlen, Siebbeinzellen) können in dieser Zeit Kopfschmerzen und eine Schwellung der Nase und der Oberlippe auftreten. Der Austritt von Krusten und leicht blutigem Sekret während 2 - 4 Wochen ist normal. Die Krustenbildung kann durch regelmässige Verwendung von Nasensalbe und Nasenspülungen vermindert werden. In den ersten Tagen nach der Operation besteht das Risiko einer Blutung. Dieses ist in den ersten 24 h nach der Operation und nach Entfernung der Nasentamponade am grössten. Es lässt sich durch richtiges Verhalten nach der Operation stark vermindern. (s.unten). Ein geringfügiger Blutaustritt aus der Tamponade ist am Anfang normal. In den ersten Tagen bis Wochen nach der Operation kann die Nase und vorallem die Nasenspitze sehr druckempfindlich sein. In seltenen Fällen kann eine Gefühlsstörung in den Frontzähnen des Oberkiefers oder eine Störung des Riechvermögens auftreten.
Die Nasenschleimhaut erholt sich im Verlauf von 3 - 4 Wochen nach der Operation. Während dieser Zeit tritt oft eine vermehrte Nasensekretion oder Krustenbildung auf. Diese Krustenbildung lässt sich durch regelmässige Schleimhautpflege mit Nasensalbe und Nasenspülungen vermindern.
Eine gewisse Seitendifferenz der Nasendurchgängigkeit besteht oft auch nach der Operation. Da Knorpelgewebe ein "Gedächtnis" der ursprünglichen Form hat, ist eine spätere, erneute Verkrümmung der Nasenscheidewand möglich. In seltenen Fällen kann nach der Operation eine geringfügige Formänderung der äusseren Nase auftreten.
Bei Rauchern ist der Heilungsprozess der Nasenschleimhaut stark verlangsamt. Die normale Funktion der Schleimhaut wird durch den Rauch gestört, so dass auch bei optimalem Operationserfolg keine normale Nasenatmung erreicht wird.


Verhalten nach der Operation


Nach der Operation im Spital und auch nach der Spitalentlassung ist es besser die Schmerzmittel in regelmässigen Zeitabständen und nicht nur bei stärkeren Schmerzen ein-zunehmen. Die Medikamente wirken bei regelmässiger Einnahme besser. Die Gesamtmenge der Medikamente lässt sich dadurch reduzieren.
Zur Vorbeugung einer Infektion, sollte während einigen Tagen nach der Operation ein Antibiotikum eingenommen werden.
Zur Vermeidung von Krustenbildung muss nach Entfernung der Tamponade regelmässig und vorsichtig Nasensalbe appliziert und die Nase mit einer speziellen Salzlösung gespült werden.
Um Komplikationen (Blutungen) zu vermeiden ist folgendes zu beachten: