Praxis Dr. med. Markus Mauderli
Facharzt FMH für HNO-Krankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie, Baslerstrasse 72, 4600 Olten, T: 062 5593931, E-Mail:

Aktuell





E-Health, elektronisches Krankendossier - Nur Vorteile ?


Als E-Health im eigentlichen Sinn kann die Anwendung elektronischer Geräte zur medizinischen Versorgung und anderer Aufgaben im Gesundheitswesen bezeichnet werden. Neben dem Einsatz von medizinischen elektronischen Geräten, fällt darunter auch das Führen einer elektronischen Krankengeschichte und der elektronische Austausch von Patientdaten zwischen Ärzten, Spitälern, Versicherungen und ev. staatlichen Stellen. E-Health ist heute weit verbreitet. In der aktuellen politischen Diskussion wird eHealth mit dem elektronischen Austausch von Patientendaten, bzw. einem zentralen Patientendossier gleichgesetzt. Häufig wird dabei postuliert, dass eine solche Vernetzung zu besserer Behandlungsqualität, zu weniger Doppeluntersuchungen und zu einem kleineren administrativen Aufwand führe. Allerdings lassen sich kaum Angaben über die Häufigkeit von nicht medizinisch begründeten Doppeluntersuchungen finden. In langjähriger Praxiserfahrung sind solche untersuchungen äusserst selten. Es ist auch kaum ersichtlich, weshalb der administrative Aufwand sich verkleinern sollte, da ja kaum ein Unterschied besteht, ob die Daten in einem dezentralen System (der Arzt eigenen Krankengeschichte) oder einem zentralen System (dem elktronischen Patientendossier) eingegeben werden. Auch wenn dem behandelnden Arzt Zugriff auf die Informationen im zentralen Dossier hat, entbindet in dies bei gewissenhafter Berufsausübung nicht davon, die Anamnese erneut persönlich zu erheben und die notwendigen Untersuchungen durchzuführen. Sich ausschliesslich auf die vorhandenen Angaben zu stützen, ist gefährlich und kann zu falschen Diagnosen führen. Angaben und Diagnosen in Arzt- und Spitalberichten entsprechen nicht immer der Realität. Sie sind z.T. veraltet oder wurden unbesehen aus alten nicht überprüften Akten übernommen. Es besteht dabei die Gefahr, dass der Patient "etikettiert" wird und eine vorurteilslose Neubeurteilung komprommitiert wird. Das Kommunikationsverhalten und die individuelle Fragetechnik können zu einer unterschiedlichen Interpretation der Angaben des Patienten und somit auch zu einer unterschiedlichen Beurteilung des Krankheitsverlaufes, bzw. der Diagnose führen. Die oft zitierte Qualitätsverbesserung der Behandlung durch ein zentrales Patientendossier lässt sich somit kaum objektiv begründen. Als sicher kann gelten, dass die Einführung des elektronischen Patientendossiers hohe Kosten verursachen wird, hat doch schon die Versichertenkarte einen mehrstelligen Millionenbetrag gekostet. Eine Vielzahl von Akteuren, wie Versicherungen, staatliche Instanzen, Arbeitgeber, Werbewirtschaft usw. dürften wohl hohes Interesse an einem Zugriff auf die gesammelten Gesundheitsdaten haben. Auch wenn die Daten durch ausgeklügelte Sicherungsmechanismen geschützt werden, ist eine spätere Ausweitung der Zugriffsberechtigung, sei es durch politisch motivierte Gesetzesänderungen aber auch durch illegalen Zugriff auf die Datenbanken nicht unwahrscheinlich. Analoge Beispiele lassen sich leicht finden, wie Diebstahl von Bankdaten, Aufweichung des Bankgeheimnisses, Abhören und Sammeln von Telekommunkationsdaten, usw. Bereits heute lassen sich zunehmend Stimmen vernehmen, die eine Aufweichung des Patientengeheimnisses (oft fälschlicherweise als Arztgeheimnis bezeichnet) fordern.






Behandlung von Schnarchen


Bei sogenannt habituellem Schnarchen kann in vielen Fällen mit einer Schnarchspange, bzw. einem Schnarchring (Velumount®) eine deutliche Besserung erreicht werden. Die Anpassung ist relativ einfach und es sind kaum Nebenwirkungen zu erwarten. In gewissen Fällen kann auch ein Antischnarchkissen (wie z.B. das Sissel Silencium®) Abhilfe schaffen. Lassen Sie sich von uns beraten.







Zusatzversicherungen


Seit 2012 werden die stationären Spitalbehandlungen in der ganzen Schweiz nach dem Tarifsystem der sogenannten DRG (Diagnosis Related Groups) vergütet. Eine Spitalbehandlung kann in jedem Spital erfolgen, welches auf einer kantonalen Spitalliste aufgeführt ist. Da Spitäler oder Spitalgruppen einen unterschiedlichen sogenannten Basispreis aufweisen und der von der öffentlichen Hand getragene prozentuale Anteil der Behandlungskosten von Kanton zu Kanton variert, ist eine Behandlung nicht an allen Spitälern gleich teuer. Sind die Kosten für eine Operation an einem ausserkantonalen Spital höher als im Wohnkanton, geht die Differenz zu Lasten des Patienten, bzw. der Zusatzversicherung. Es empfiehlt sich deshalb nach wie vor eine Zusatzversicherung für ausserkantonale Behandlungen abzuschliessen, bzw. diese nicht zu kündigen. Gerade bei älteren Patienten kann es schwierig sein später eine neue Zusatzversicherung abzuschliessen.




Pauschalvergütung für Hörgeräte durch die IV.


Seit der 2011 aus Kostengründen eingeführten Hörgerätepauschale durch die IV / AHV muss ein Patient im Durchschnitt mindestens Fr. 1000.- mehr an eine Hörgeräteverorgung bezahlen als vorher. Es empfiehlt sich deshalb für berufstätige Patienten die sogenannte Härtefallregelung zu beanspruchen. Diese kommt dann in Frage, wenn mit Hörgeräten in der Preiskategorie der Pauschale keine für die Berufstätigkeit ausreichende Verbesserung des Hörvermögens erreicht wird. Auskunft erteilt im Einzelfall die kantonale IV-Stelle. Weitere Informationen s. Hörgeräte.